Meinungsmanipulation mittels Ignoranz

Gisela Vierrath:

Dass bürgerliche Medien uns Kommunisten nicht eben gewogen sind, ist bekannt. Diese Medien sind Teil des Machtapparats der herrschenden Klasse. Ihrer ach so pluralistischen Auffassung von Demokratie folgend nutzen sie auch als manipulatives Mittel, die DKP als zur Wahl antretende Partei nicht zu nennen. Wir nehmen das als unfreiwilliges Kompliment, denn unsere Antworten sind ihnen und ihren Brötchengebern gefährlich. Auch die ‚Lausitzer Rundschau – online‘ singt also das Lied derer, wes Brot sie essen: Am 11. September erschien ein Artikel mit Positionen der Parteien zum Thema Landwirtschaft und Wolf. (siehe dort, klick) Die DKP wurde erst gar nicht gefragt.

Ja klar! Die Auffassungen der Kommunisten unterscheiden sich auch hier deutlich von denen der bürgerlichen Etablierten. Kommunisten nennen Lug und Trug, was Lug und Trug ist. So auch beim Thema Wolf:

Auch das Thema Wolf ist sowohl Beispiel für den gesellschaftlichen Umgang mit einer Spezie als auch dafür, wie gesellschaftliche Gruppen an diese Fragen gehen. Wie immer fragen wir Kommunisten auch hier nach Ursache und Wirkung. Nicht die Jäger haben den Wolf in unseren Breiten ausgerottet, sondern der Zwang des Kapitals, Ressourcen ungehindert und unverantwortlich zu verwerten. Es waren die durchgängige landesweite Industrialisierung, Transportwesen, Infrastruktur insgesamt und gar nicht zuletzt das Militärwesen mit seinen riesigen Truppenübungsplätzen, die dem Wolf seine Lebensgrundlagen entzogen. Bedenken wir: Es gibt in Deutschland keinen einzigen Quadratmeter, der nicht schon irgendwie Kulturland ist. D.h., mittel- und langfristig können Wölfe wie alle anderen Arten nur durch systematischen Schutz der gesamten Umwelt geschützt werden.

Das kann der Kapitalismus nicht, weil er zum Raubbau gezwungen ist. Nicht der einzelne Mensch hat da vordergründig Schuld, sondern die Art und Weise, wie das System wirtschaftet. Solange alles um uns herum, uns eingeschlossen, Ware ist, wird das nicht wirklich geändert und erst recht wird unser Umweltsystem nicht dauerhaft beschützt. Alle Ressourcen werden skrupellos ausgebeutet und nachhaltig beschädigt.
Ganz konkret: Wölfe sind Teil des Systems Umwelt und müssen als solche eingeordnet und geschützt sein. Wie alle anderen Arten sind sie aber abhängig von der menschlichen „Kultur“, also Lebensweise. Um zu schützen, muss verantwortungsvoll reguliert werden. Damit die Menschheit weiterleben kann, muss sie ihre Umwelt erhalten.
Das kann der Kapitalismus nicht.

Wer es ehrlich meint, muss sich grundsätzlich entscheiden.

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